Systemreife

Bei euch ist etwas entstanden, das funktioniert. Jetzt muss es auch tragen.

Ein Werkzeug aus dem Fachbereich wird täglich benutzt und arbeitet mit echten Unternehmensdaten. Wir machen daraus ein System, das dem Betrieb standhält — ohne wegzuwerfen, was bereits funktioniert.

30 Minuten kennenlernen

Für mittelständische Unternehmen, in denen ein Fachbereich sich selbst ein Werkzeug gebaut hat, das inzwischen zum Tagesgeschäft gehört.

Die Ausgangslage

Drei Fragen, die vorher niemand stellen musste

Eine interne Lösung entsteht selten als Projekt. Sie beginnt als Hilfsmittel für eine Person, wächst über die Abteilung hinaus und wird irgendwann wichtiger als die Grundlage, auf der sie gebaut wurde. Ab da gelten andere Fragen als am Anfang.

Die Lösung hängt an einer Person

Sie läuft, weil eine bestimmte Person sie am Laufen hält. Deren Urlaub ist der Belastungstest.

Ziel: Die Lösung vom Erbauer lösen

  • Das Wissen ist nie herausgekommen

    Wie das Ding arbeitet und wovon es abhängt, steht nirgends — es steckt in einem Kopf.

  • Jede Änderung läuft über einen

    Kleine Anpassungen stauen sich, weil nur eine Person sie machen kann und die einen anderen Hauptjob hat.

  • Ein Wechsel wäre ein Verlust

    Wenn diese Person geht, geht die Lösung mit — auch wenn sie technisch weiterläuft.

Sie greift auf echte Daten zu

Was als Hilfsmittel begann, arbeitet inzwischen mit Kunden-, Auftrags- oder Personaldaten.

Ziel: Zugriff und Daten in geregelte Bahnen bringen

  • Zugänge auf privaten Konten

    Konten, Lizenzen und Schlüssel laufen auf eine Person statt auf das Unternehmen.

  • Alle sehen alles

    Es gibt keine Rollen — wer die Anwendung öffnet, sieht den gesamten Datenbestand.

  • Ungeprüft gewachsen

    Welche Daten wohin fließen und wer darauf zugreifen darf, hat nie jemand systematisch angesehen.

Sie hält dem Alltag nicht stand

Solange sie läuft, fällt nichts auf. Der erste ernste Fehler zeigt, was alles fehlt.

Ziel: Ausfälle bemerken, bevor der Betrieb steht

  • Kein geprüftes Backup

    Eine Sicherung gibt es vielleicht. Ob sich daraus wiederherstellen lässt, hat niemand ausprobiert.

  • Fehler fallen den Nutzern auf

    Es gibt keine Benachrichtigung — der Hinweis kommt aus dem Flur, nicht aus dem System.

  • Geändert wird am laufenden Betrieb

    Es gibt keine getrennte Testumgebung, also ist jede Anpassung ein kleines Risiko.

Keine dieser Fragen ist ein Vorwurf. Sie stellen sich erst, wenn etwas erfolgreich genug geworden ist, um wichtig zu sein.

Wie wir arbeiten

Vier Schritte bis zum belastbaren System

Wir fangen mit dem an, was schon funktioniert, und ergänzen nur das, was für den dauerhaften Betrieb fehlt. Jeder Schritt hat ein Ergebnis, das du prüfen kannst, und wird einzeln beauftragt.

  1. Schritt 1

    Prüfen

    Der Betriebsfahrplan

    Wir sehen uns an, was gebaut wurde, wer es benutzt und woran es hängt. Daraus wird ein Fahrplan: was erhalten bleiben kann, welche Risiken heute bestehen und in welcher Reihenfolge sie sich schließen lassen. Und wenn ein geordneter Neubau günstiger wäre als der Erhalt, steht das genauso drin.

  2. Schritt 2

    Sichern

    erst der Besitz, dann die Technik

    Code, Zugänge, Daten und Abhängigkeiten wandern von privaten Konten in den Besitz des Unternehmens. Das ist der Schritt, der am wenigsten kostet und die größte Sorge nimmt — danach hängt nichts Wichtiges mehr an einem persönlichen Zugang.

  3. Schritt 3

    Belastbar machen

    in einzeln beauftragbaren Schnitten

    Rechte, Fehlerfälle, geprüfte Sicherungen, Benachrichtigungen, ein sauberer Weg für Änderungen und eine Dokumentation, mit der ein anderer weiterarbeiten könnte. Nach jedem Schnitt entscheidest du neu, ob der nächste nötig ist.

  4. Schritt 4

    Verantwortung klären

    dein Team oder wir

    Zum Schluss steht fest, wer die Lösung betreibt, wer fachlich entscheidet und wie Änderungen künftig laufen. Wenn dein Team das übernimmt, übergeben wir vollständig. Wenn nicht, können wir den Betrieb dauerhaft verantworten — das ist unser Angebot Systemverantwortung.

    Systemverantwortung ansehen ›

Woran wir konkret arbeiten

Sechs Bausteine, sortiert nach Anlass

Welche Bausteine du brauchst, steht im Betriebsfahrplan — meist sind es zwei oder drei, nicht alle sechs. Was hier bewusst nicht dazugehört: die Anbindung an ERP, CRM oder Shop. Das ist Systementwicklung und ein eigenes Vorhaben.

Die Lösung hängt an einer Person

Wissen sichern

Wir schreiben auf, wie die Lösung arbeitet, wovon sie abhängt und was im Fehlerfall zu tun ist — so weit, dass jemand anderes sie übernehmen könnte. Am besten gemeinsam mit dem, der sie gebaut hat.

Für Unternehmen, bei denen ein wichtiger Ablauf heute an genau einem Kopf hängt.

Code in geordnete Bahnen

Der Stand kommt in eine Versionsverwaltung mit nachvollziehbarer Historie, und Änderungen bekommen einen geregelten Weg — statt direkt am laufenden System zu passieren.

Für Lösungen, die gewachsen sind, ohne dass je festgehalten wurde, wer wann was geändert hat.

Sie greift auf echte Daten zu

Zugänge und Besitz klären

Konten, Lizenzen, Schlüssel und Daten wandern von privaten auf Unternehmenskonten. Danach ist eindeutig, was dem Unternehmen gehört — und nichts Wichtiges hängt mehr an einem persönlichen Zugang.

Für Lösungen, die auf dem Konto oder dem Rechner einer Einzelperson entstanden sind.

Rollen und Rechte

Wer darf was sehen und ändern? Wir ergänzen eine Rechtestruktur und binden die Anmeldung an die Zugänge an, die es im Unternehmen ohnehin gibt.

Für Anwendungen, die inzwischen mehrere Abteilungen nutzen — mit unterschiedlichem Bedarf an Einblick.

Sie hält dem Alltag nicht stand

Absichern und beobachten

Sicherungen, aus denen sich nachweislich wiederherstellen lässt, eine Benachrichtigung im Fehlerfall und ein beschriebener Wiederanlauf. Damit ein Ausfall eine Störung bleibt und kein Datenverlust wird.

Für Lösungen, die inzwischen Daten halten, die es sonst nirgends mehr gibt.

Änderungen ohne Risiko

Test und Produktion werden getrennt, die Auslieferung automatisiert, und an den Stellen, an denen ein Fehler teuer wird, kommen Prüfungen dazu. Anpassungen bleiben damit möglich, ohne dass jede eine Zitterpartie ist.

Für Werkzeuge, die weiterentwickelt werden sollen und nicht eingefroren gehören.

Was wir davon schon gemacht haben

Drei Bausteine, jeder aus echter Arbeit

Zugänge und Besitz

Die journalistische Abo-Plattform

Technik, Hosting und Zugänge lagen vollständig bei einer Agentur — das Unternehmen kam an seine eigene Plattform nur über Dritte heran. Wir haben Besitz und Zugänge auf eigene Konten geholt. Derselbe Handgriff, den eine interne Lösung braucht, die auf einem privaten Konto entstanden ist.

Rollen und Rechte

Webzugriff für eine Pferdepension

Die Software erfasste wertvolle Daten, lief aber nur auf einem zentralen Rechner und ausschließlich für Administratoren. Über dreißig Besitzerinnen und Besitzer kamen an ihre eigenen Daten nicht heran. Wir haben die Anwendung ins Web geholt und ein Rechtemanagement ergänzt.

Änderungen ohne Risiko

Stattbuchung.de

Eine gewachsene Plattform, bei der jede Änderung ein Eingriff war. Heute läuft die Auslieferung planbar: rund 20 Releases, rund 80 Prozent der Kerndomänen in eine tragfähige Struktur überführt.

Diese Arbeiten sind an übernommenen Systemen entstanden, nicht an einer Fachbereichslösung. Der Unterschied ist die Größe, nicht das Vorgehen: Auch dort ging es darum, etwas Funktionierendes aus einer Abhängigkeit zu holen und betriebsfähig zu machen.

Wie du anfängst

Erst reden, dann ein Fahrplan, dann Schritt für Schritt

Kennenlernen

kostenlos

Dreißig Minuten. Du erzählst, was gebaut wurde und wer es benutzt; wir sagen dir, ob sich der Erhalt lohnt und was ein sinnvoller erster Schritt wäre. Wenn es nicht passt, sagen wir das.

Betriebsfahrplan

950 € netto

Für eine klar abgegrenzte Lösung, zum Festpreis. Danach hast du ein Dokument in der Hand, mit dem du entscheiden kannst — auch gegen uns.

  • Was gebaut wurde — Funktion, Nutzerkreis, Abhängigkeiten
  • Was davon trägt — was bleiben kann und was ersetzt werden muss
  • Die Risiken heute — Zugänge, Daten, Ausfall, Personenabhängigkeit, nach Dringlichkeit
  • Der Weg in den Betrieb — Schritte in Reihenfolge, je Schritt ein Aufwandsrahmen
  • Die ehrliche Alternative — wenn ein geordneter Neubau günstiger wäre, steht das drin

Der Fahrplan gehört dir, auch wenn du danach nichts mit uns machst.

Umsetzen

je Schnitt

Jeder Schnitt hat ein Ergebnis, das sich prüfen lässt — die Zugänge im Unternehmensbesitz, eine funktionierende Wiederherstellung, eine Rechtestruktur, ein automatisierter Auslieferungsweg. Vor der Beauftragung bekommst du je Schnitt einen beschriebenen Umfang und einen Aufwandsrahmen; abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufwand zu 90 € pro Stunde innerhalb dieses Rahmens.

Wann sich das lohnt — und wann nicht

Nicht jedes selbstgebaute Werkzeug braucht das hier. Sinnvoll wird es, wenn mehrere dieser Sätze bei euch stimmen:

  • Die Kollegen benutzen es inzwischen täglich.
  • Wenn es morgen weg wäre, hätten wir ein Problem.
  • Es arbeitet mit echten Unternehmensdaten.
  • Weitere Abteilungen wollen es auch nutzen.
  • Wer es gebaut hat, kann nicht dauerhaft dafür verantwortlich sein.
  • Eigentlich müsste es an unsere anderen Systeme angebunden werden.

Trifft nichts davon zu, ist es ein Experiment — und darf eins bleiben. Dann sparst du dir das Gespräch mit uns.

Alle Preise netto. Umsetzung und Weiterentwicklung rechnen wir mit 90 € pro Stunde ab.

Fragen

Was Interessenten uns zuerst fragen

Zugänge und Code bleiben bei dirErgebnisse gehören dir ohne FolgeauftragEigenständige GmbH seit 2022
Sagt ihr uns jetzt, dass wir es falsch gemacht haben?

Nein. Wer sich selbst ein Werkzeug baut, weil ein Ablauf hakt, hat ein echtes Problem gelöst — und weiß über diesen Ablauf mehr als jeder externe Dienstleister. Genau dieses Wissen ist unsere wichtigste Grundlage. Was fehlt, ist nichts, was der Fachbereich hätte mitliefern müssen: Es fällt erst an, wenn eine Lösung wichtig genug wird, um das Unternehmen zu betreffen.

Darf der Kollege danach noch daran arbeiten?

Ja, und das ist meistens das Ziel. Wir bauen einen geregelten Weg für Änderungen, keine Sperre. Nach dem Vorhaben kann derselbe Mensch weiterarbeiten — nur mit Versionsverwaltung, Testumgebung und der Möglichkeit, einen Fehler rückgängig zu machen. Verboten wird nichts, es wird nur nachvollziehbar.

Was, wenn ihr sagt, die Basis trägt nicht?

Dann steht das im Betriebsfahrplan, mit Begründung und einer Schätzung, was Erhalt und Neubau jeweils kosten würden. Ein Neubau ist dann ein Systementwicklungs-Vorhaben und heißt auch so. Das fachliche Wissen aus eurer Lösung ist dabei kein Verlust, sondern die beste Anforderungsgrundlage, die so ein Projekt haben kann — es ist ja bereits erprobt.

Wer haftet für Sicherheitslücken, die vorher entstanden sind?

Wir bewerten den Zustand und benennen die Risiken, die wir finden — das ist der Kern des Betriebsfahrplans. Rückwirkend haftet niemand für einen Zustand, den er nicht verursacht hat; für das, was wir ändern und aufbauen, stehen wir gerade. Welche Risiken zuerst geschlossen werden, entscheidest du auf Basis der Bewertung.

Gilt das auch, wenn gar kein Programmcode dahintersteckt?

Ja. Es kommt nicht darauf an, womit die Lösung gebaut wurde, sondern welche Rolle sie inzwischen spielt. Auch eine Automatisierungsstrecke oder eine Tabelle, an der ein Tagesgeschäft hängt, braucht geklärte Zugänge, eine Sicherung, eine Vertretung und jemanden, der zuständig ist.

Was unterscheidet das von der Systemverantwortung?

Die Systemreife ist ein Vorhaben mit einem Ende: Am Schluss ist die Lösung betriebsfähig und die Zuständigkeit geklärt. Die Systemverantwortung ist der Dauerzustand danach — Betrieb, Pflege und Weiterentwicklung in unserer Hand. Beides zusammen geht, muss aber nicht: Viele übergeben nach der Systemreife an das eigene Team.

Wie lange dauert so etwas?

Der Betriebsfahrplan ist in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen fertig. Was danach kommt, hängt vom Zustand ab — die Zugänge und der Besitz sind meist eine Sache von Tagen, eine Rechtestruktur oder ein automatisierter Auslieferungsweg eher von Wochen. Der Fahrplan nennt je Schritt einen Aufwandsrahmen, damit du das nicht raten musst.

Erzähl uns, was bei euch entstanden ist

In dreißig Minuten klären wir, ob sich der Erhalt lohnt und ob ein Betriebsfahrplan der sinnvolle nächste Schritt ist. Du brauchst nichts vorzubereiten — was die Lösung tut und wer sie benutzt, reicht als Ausgangspunkt.

Portrait von Sascha Stelten

Sascha Stelten

Geschäftsführer

Das Kennenlernen führe ich selbst.

30 Minuten kennenlernen

Lieber anrufen? Du erreichst uns unter

+49 4204 277 999 7

Oder schreib uns direkt:

Optional — hilft uns, das Gespräch vorzubereiten