Systemreife
Ein Werkzeug aus dem Fachbereich wird täglich benutzt und arbeitet mit echten Unternehmensdaten. Wir machen daraus ein System, das dem Betrieb standhält — ohne wegzuwerfen, was bereits funktioniert.
Für mittelständische Unternehmen, in denen ein Fachbereich sich selbst ein Werkzeug gebaut hat, das inzwischen zum Tagesgeschäft gehört.
Die Ausgangslage
Eine interne Lösung entsteht selten als Projekt. Sie beginnt als Hilfsmittel für eine Person, wächst über die Abteilung hinaus und wird irgendwann wichtiger als die Grundlage, auf der sie gebaut wurde. Ab da gelten andere Fragen als am Anfang.
Sie läuft, weil eine bestimmte Person sie am Laufen hält. Deren Urlaub ist der Belastungstest.
Ziel: Die Lösung vom Erbauer lösen
Das Wissen ist nie herausgekommen
Wie das Ding arbeitet und wovon es abhängt, steht nirgends — es steckt in einem Kopf.
Jede Änderung läuft über einen
Kleine Anpassungen stauen sich, weil nur eine Person sie machen kann und die einen anderen Hauptjob hat.
Ein Wechsel wäre ein Verlust
Wenn diese Person geht, geht die Lösung mit — auch wenn sie technisch weiterläuft.
Was als Hilfsmittel begann, arbeitet inzwischen mit Kunden-, Auftrags- oder Personaldaten.
Ziel: Zugriff und Daten in geregelte Bahnen bringen
Zugänge auf privaten Konten
Konten, Lizenzen und Schlüssel laufen auf eine Person statt auf das Unternehmen.
Alle sehen alles
Es gibt keine Rollen — wer die Anwendung öffnet, sieht den gesamten Datenbestand.
Ungeprüft gewachsen
Welche Daten wohin fließen und wer darauf zugreifen darf, hat nie jemand systematisch angesehen.
Solange sie läuft, fällt nichts auf. Der erste ernste Fehler zeigt, was alles fehlt.
Ziel: Ausfälle bemerken, bevor der Betrieb steht
Kein geprüftes Backup
Eine Sicherung gibt es vielleicht. Ob sich daraus wiederherstellen lässt, hat niemand ausprobiert.
Fehler fallen den Nutzern auf
Es gibt keine Benachrichtigung — der Hinweis kommt aus dem Flur, nicht aus dem System.
Geändert wird am laufenden Betrieb
Es gibt keine getrennte Testumgebung, also ist jede Anpassung ein kleines Risiko.
Keine dieser Fragen ist ein Vorwurf. Sie stellen sich erst, wenn etwas erfolgreich genug geworden ist, um wichtig zu sein.
Wie wir arbeiten
Wir fangen mit dem an, was schon funktioniert, und ergänzen nur das, was für den dauerhaften Betrieb fehlt. Jeder Schritt hat ein Ergebnis, das du prüfen kannst, und wird einzeln beauftragt.
Schritt 1
Der Betriebsfahrplan
Wir sehen uns an, was gebaut wurde, wer es benutzt und woran es hängt. Daraus wird ein Fahrplan: was erhalten bleiben kann, welche Risiken heute bestehen und in welcher Reihenfolge sie sich schließen lassen. Und wenn ein geordneter Neubau günstiger wäre als der Erhalt, steht das genauso drin.
Schritt 2
erst der Besitz, dann die Technik
Code, Zugänge, Daten und Abhängigkeiten wandern von privaten Konten in den Besitz des Unternehmens. Das ist der Schritt, der am wenigsten kostet und die größte Sorge nimmt — danach hängt nichts Wichtiges mehr an einem persönlichen Zugang.
Schritt 3
in einzeln beauftragbaren Schnitten
Rechte, Fehlerfälle, geprüfte Sicherungen, Benachrichtigungen, ein sauberer Weg für Änderungen und eine Dokumentation, mit der ein anderer weiterarbeiten könnte. Nach jedem Schnitt entscheidest du neu, ob der nächste nötig ist.
Schritt 4
dein Team oder wir
Zum Schluss steht fest, wer die Lösung betreibt, wer fachlich entscheidet und wie Änderungen künftig laufen. Wenn dein Team das übernimmt, übergeben wir vollständig. Wenn nicht, können wir den Betrieb dauerhaft verantworten — das ist unser Angebot Systemverantwortung.
Systemverantwortung ansehen ›Woran wir konkret arbeiten
Welche Bausteine du brauchst, steht im Betriebsfahrplan — meist sind es zwei oder drei, nicht alle sechs. Was hier bewusst nicht dazugehört: die Anbindung an ERP, CRM oder Shop. Das ist Systementwicklung und ein eigenes Vorhaben.
Die Lösung hängt an einer Person
Wir schreiben auf, wie die Lösung arbeitet, wovon sie abhängt und was im Fehlerfall zu tun ist — so weit, dass jemand anderes sie übernehmen könnte. Am besten gemeinsam mit dem, der sie gebaut hat.
Für Unternehmen, bei denen ein wichtiger Ablauf heute an genau einem Kopf hängt.
Der Stand kommt in eine Versionsverwaltung mit nachvollziehbarer Historie, und Änderungen bekommen einen geregelten Weg — statt direkt am laufenden System zu passieren.
Für Lösungen, die gewachsen sind, ohne dass je festgehalten wurde, wer wann was geändert hat.
Sie greift auf echte Daten zu
Konten, Lizenzen, Schlüssel und Daten wandern von privaten auf Unternehmenskonten. Danach ist eindeutig, was dem Unternehmen gehört — und nichts Wichtiges hängt mehr an einem persönlichen Zugang.
Für Lösungen, die auf dem Konto oder dem Rechner einer Einzelperson entstanden sind.
Wer darf was sehen und ändern? Wir ergänzen eine Rechtestruktur und binden die Anmeldung an die Zugänge an, die es im Unternehmen ohnehin gibt.
Für Anwendungen, die inzwischen mehrere Abteilungen nutzen — mit unterschiedlichem Bedarf an Einblick.
Sie hält dem Alltag nicht stand
Sicherungen, aus denen sich nachweislich wiederherstellen lässt, eine Benachrichtigung im Fehlerfall und ein beschriebener Wiederanlauf. Damit ein Ausfall eine Störung bleibt und kein Datenverlust wird.
Für Lösungen, die inzwischen Daten halten, die es sonst nirgends mehr gibt.
Test und Produktion werden getrennt, die Auslieferung automatisiert, und an den Stellen, an denen ein Fehler teuer wird, kommen Prüfungen dazu. Anpassungen bleiben damit möglich, ohne dass jede eine Zitterpartie ist.
Für Werkzeuge, die weiterentwickelt werden sollen und nicht eingefroren gehören.
Was wir davon schon gemacht haben
Zugänge und Besitz
Die journalistische Abo-Plattform
Technik, Hosting und Zugänge lagen vollständig bei einer Agentur — das Unternehmen kam an seine eigene Plattform nur über Dritte heran. Wir haben Besitz und Zugänge auf eigene Konten geholt. Derselbe Handgriff, den eine interne Lösung braucht, die auf einem privaten Konto entstanden ist.
Rollen und Rechte
Webzugriff für eine Pferdepension
Die Software erfasste wertvolle Daten, lief aber nur auf einem zentralen Rechner und ausschließlich für Administratoren. Über dreißig Besitzerinnen und Besitzer kamen an ihre eigenen Daten nicht heran. Wir haben die Anwendung ins Web geholt und ein Rechtemanagement ergänzt.
Änderungen ohne Risiko
Stattbuchung.de
Eine gewachsene Plattform, bei der jede Änderung ein Eingriff war. Heute läuft die Auslieferung planbar: rund 20 Releases, rund 80 Prozent der Kerndomänen in eine tragfähige Struktur überführt.
Diese Arbeiten sind an übernommenen Systemen entstanden, nicht an einer Fachbereichslösung. Der Unterschied ist die Größe, nicht das Vorgehen: Auch dort ging es darum, etwas Funktionierendes aus einer Abhängigkeit zu holen und betriebsfähig zu machen.
Wie du anfängst
kostenlos
Dreißig Minuten. Du erzählst, was gebaut wurde und wer es benutzt; wir sagen dir, ob sich der Erhalt lohnt und was ein sinnvoller erster Schritt wäre. Wenn es nicht passt, sagen wir das.
950 € netto
Für eine klar abgegrenzte Lösung, zum Festpreis. Danach hast du ein Dokument in der Hand, mit dem du entscheiden kannst — auch gegen uns.
Der Fahrplan gehört dir, auch wenn du danach nichts mit uns machst.
je Schnitt
Jeder Schnitt hat ein Ergebnis, das sich prüfen lässt — die Zugänge im Unternehmensbesitz, eine funktionierende Wiederherstellung, eine Rechtestruktur, ein automatisierter Auslieferungsweg. Vor der Beauftragung bekommst du je Schnitt einen beschriebenen Umfang und einen Aufwandsrahmen; abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufwand zu 90 € pro Stunde innerhalb dieses Rahmens.
Nicht jedes selbstgebaute Werkzeug braucht das hier. Sinnvoll wird es, wenn mehrere dieser Sätze bei euch stimmen:
Trifft nichts davon zu, ist es ein Experiment — und darf eins bleiben. Dann sparst du dir das Gespräch mit uns.
Alle Preise netto. Umsetzung und Weiterentwicklung rechnen wir mit 90 € pro Stunde ab.
Fragen
Nein. Wer sich selbst ein Werkzeug baut, weil ein Ablauf hakt, hat ein echtes Problem gelöst — und weiß über diesen Ablauf mehr als jeder externe Dienstleister. Genau dieses Wissen ist unsere wichtigste Grundlage. Was fehlt, ist nichts, was der Fachbereich hätte mitliefern müssen: Es fällt erst an, wenn eine Lösung wichtig genug wird, um das Unternehmen zu betreffen.
Ja, und das ist meistens das Ziel. Wir bauen einen geregelten Weg für Änderungen, keine Sperre. Nach dem Vorhaben kann derselbe Mensch weiterarbeiten — nur mit Versionsverwaltung, Testumgebung und der Möglichkeit, einen Fehler rückgängig zu machen. Verboten wird nichts, es wird nur nachvollziehbar.
Dann steht das im Betriebsfahrplan, mit Begründung und einer Schätzung, was Erhalt und Neubau jeweils kosten würden. Ein Neubau ist dann ein Systementwicklungs-Vorhaben und heißt auch so. Das fachliche Wissen aus eurer Lösung ist dabei kein Verlust, sondern die beste Anforderungsgrundlage, die so ein Projekt haben kann — es ist ja bereits erprobt.
Wir bewerten den Zustand und benennen die Risiken, die wir finden — das ist der Kern des Betriebsfahrplans. Rückwirkend haftet niemand für einen Zustand, den er nicht verursacht hat; für das, was wir ändern und aufbauen, stehen wir gerade. Welche Risiken zuerst geschlossen werden, entscheidest du auf Basis der Bewertung.
Ja. Es kommt nicht darauf an, womit die Lösung gebaut wurde, sondern welche Rolle sie inzwischen spielt. Auch eine Automatisierungsstrecke oder eine Tabelle, an der ein Tagesgeschäft hängt, braucht geklärte Zugänge, eine Sicherung, eine Vertretung und jemanden, der zuständig ist.
Die Systemreife ist ein Vorhaben mit einem Ende: Am Schluss ist die Lösung betriebsfähig und die Zuständigkeit geklärt. Die Systemverantwortung ist der Dauerzustand danach — Betrieb, Pflege und Weiterentwicklung in unserer Hand. Beides zusammen geht, muss aber nicht: Viele übergeben nach der Systemreife an das eigene Team.
Der Betriebsfahrplan ist in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen fertig. Was danach kommt, hängt vom Zustand ab — die Zugänge und der Besitz sind meist eine Sache von Tagen, eine Rechtestruktur oder ein automatisierter Auslieferungsweg eher von Wochen. Der Fahrplan nennt je Schritt einen Aufwandsrahmen, damit du das nicht raten musst.
In dreißig Minuten klären wir, ob sich der Erhalt lohnt und ob ein Betriebsfahrplan der sinnvolle nächste Schritt ist. Du brauchst nichts vorzubereiten — was die Lösung tut und wer sie benutzt, reicht als Ausgangspunkt.

Sascha Stelten
Geschäftsführer
Das Kennenlernen führe ich selbst.
Lieber anrufen? Du erreichst uns unter
+49 4204 277 999 7