Digitale Systemverantwortung
In ihr stecken kluge Gedanken — deshalb kümmern wir uns um sie, statt sie zu ersetzen: vom stabilen Betrieb über die technische Modernisierung bis zur planbaren Weiterentwicklung. Ohne neue Abhängigkeit: Zugänge und Code kommen auf die Accounts deines Unternehmens und bleiben dort.
Für mittelständische Unternehmen, deren Tagesgeschäft an einer gewachsenen Individualsoftware, internen Anwendung oder Schnittstelle hängt. Ist die Lösung im Fachbereich entstanden, beginnt es meist mit der Systemreife.
Die Ausgangslage
Manchmal ist die Betreuung eines bestehenden Systems plötzlich nicht mehr gesichert. Manchmal funktioniert die Betreuung eines bestehenden Systems noch — bindet intern aber genau die Menschen, die woanders gebraucht werden. In beiden Fällen übernehmen wir die Verantwortung für das bestehende System.
Ein Entwickler fällt aus, die Agentur reagiert nicht, oder das Wissen über das System liegt nicht mehr im Unternehmen.
Ziel: Handlungsfähigkeit wiederherstellen
Der Entwickler ist weg
Die Person, die deine Software gebaut hat und als Einzige durchblickt, hat das Unternehmen verlassen.
Die Agentur schweigt
Tickets bleiben liegen — und auf welchen Accounts dein System läuft, ist unklar.
Niemand traut sich ran
Jede Änderung gilt als Risiko. Also ändert niemand etwas, und der Rückstand wächst.
Bestehende Systeme binden genau die Fach- und IT-Kräfte, die für die nächsten Vorhaben gebraucht werden.
Ziel: Interne Kapazitäten freimachen
Die Köpfe hängen im Bestand
Dieselben Leute, die das gewachsene System am Laufen halten, sollen KI, Automatisierung oder neue digitale Angebote voranbringen — beides gleichzeitig geht nicht.
Neue Vorhaben warten
Die Roadmap steht, aber die Woche geht für Betrieb, Fehlersuche und Rückfragen zum gewachsenen System drauf.
Neubau? Teuer und riskant
Die Anwendung funktioniert und bildet gereifte Abläufe ab — ein Neubau bindet genau die Kapazität, die frei werden soll.
Und wenn du nichts tust?
Nichts zu entscheiden liegt nahe, und dafür gibt es einen einfachen Grund: Es läuft ja. Falls es keine Dokumentation und keinen Notfallplan gibt und das Wissen in ein oder zwei Köpfen liegt, steht der Preis dafür nur auf keiner Rechnung. Dasselbe gilt, wenn die Roadmap wartet, weil dieselben Leute den Bestand am Laufen halten. Was das kostet, entscheidet sich nicht an einem Termin, den du wählst, sondern an einer Kündigung, einem Ausfall oder einer Sicherheitslücke. Der Zustandsbericht macht diesen Preis sichtbar: Er dokumentiert den aktuellen Zustand, benennt die Risiken und zeigt, was nötig ist, um die Verantwortung geordnet zu übernehmen.
Wir sichern das vorhandene Wissen und schaffen einen Zustand, in dem dein Team wieder planen kann.
Ist die Lösung im Fachbereich entstanden und noch nicht abgesichert, beginnt es mit der Systemreife — Einstieg ist dann der Betriebsfahrplan, nicht der Zustandsbericht. Systemreife ansehen ›
So übernehmen wir Verantwortung
Kein Blindflug, kein Alles-oder-nichts. Nach dem Zustandsbericht entscheidest du. Sicherung und Stabilisierung bieten wir anschließend gemeinsam zum Festpreis an, den Betrieb danach als eigene Vereinbarung.
„Was habe ich da eigentlich?“
Bestandsaufnahme von Code, Infrastruktur, Zugängen und Risiken — mit ehrlicher Empfehlung, ob wir die Verantwortung übernehmen können, und Festpreis-Angebot.
Du bekommst eine klare Empfehlung, ob wir die Verantwortung übernehmen können, nur mit Auflagen oder gar nicht — dann mit einer ehrlichen Alternative. Das Ergebnis gehört dir, auch ohne Folgeauftrag.
„Gehört mir mein System überhaupt?“
Wir führen alle verfügbaren Zugänge, Konten und den Quellcode auf deinen Accounts zusammen und klären offen, wo Rechte oder Zugriff noch fehlen.
Hosting, Domains, Datenbanken, Code-Repositories, Drittdienste, API-Keys — alles Erreichbare wird inventarisiert und auf deine Accounts gelegt. Quellcode gesichert und versioniert, Backups eingerichtet, offene Rechtsfragen benannt und mit dir geklärt. Danach ist die Anwendung im Notfall betreubar, auch wenn ab morgen niemand vom alten Team mehr erreichbar ist.
„Läuft es zuverlässig?“
Monitoring, Updates, Fehlerquellen, Dokumentation — bis zum Stichtag, ab dem der Betrieb bei uns liegt. Falls ihn bisher jemand nebenher gemacht hat, ist diese Person ab dann wieder frei für ihre eigentlichen Aufgaben.
Monitoring und Alarmierung werden eingerichtet, Updates nachgezogen, bekannte Fehlerquellen beseitigt, die Performance verbessert — bei Bedarf inklusive sauberer Hosting-Migration. Anwendung, Infrastruktur und Abläufe werden dokumentiert. Am Ende steht ein klarer Stichtag, ab dem der Betriebsvertrag gilt.
„Wer kümmert sich dauerhaft?“
Betrieb und technische Modernisierung laufen gegen eine monatliche Pauschale (Retainer). Was fachlich dazukommen soll, planen wir gemeinsam, und du beauftragst es separat.
Im Retainer: Monitoring, Updates, Sicherheit, feste Reaktionszeiten, ein fester Ansprechpartner — dazu die technische Modernisierung im vereinbarten Rahmen (Refactoring, Abhängigkeiten, Infrastruktur). Fachliche Weiterentwicklung — neue Funktionen, neue Abläufe — wird einzeln beauftragt und folgt einer gemeinsam priorisierten Roadmap. Diese Trennung hält den Retainer kalkulierbar und verhindert die Dauerbaustelle.
Klare Verhältnisse
Hosting, Domains, Repositories, Drittdienste — nach der Sicherung liegen sie auf deinen Konten. Bei vielen Systemen zum ersten Mal.
Betrieb, Updates, Monitoring und technische Modernisierung — mit festen Reaktionszeiten und festem Ansprechpartner.
Zugänge, Code und Dokumentation liegen in deinem Unternehmen. Wenn du nach der Laufzeit von zwölf Monaten wechseln möchtest, beginnt dein Nachfolger bei einem dokumentierten Stand und nicht bei null.
Ob die Betreuung fehlt oder zu viele Leute bindet: Nach der Sicherung ist klar, wo was liegt, und ab dem Stichtag, wer es trägt.
Unser Rahmen
Entscheidend ist nicht, ob dein System ein Portal, ein Shop oder eine interne Anwendung ist. Entscheidend ist, dass es im Tagesgeschäft gebraucht wird, nicht kurzfristig ersetzt werden kann und ein Ausfall konkrete Folgen hat. Solche Systeme betreuen wir heute, ob wir sie selbst gebaut oder die Verantwortung dafür übernommen haben:
Dein System ist nicht dabei? Im Zustandsbericht prüfen wir, ob und unter welchen Bedingungen wir die Verantwortung übernehmen können.
Aus der Praxis
Vier Systeme, vier Technologien, dasselbe Muster: Verantwortung übernommen, Kontinuität gesichert, Schritt für Schritt modernisiert. Das sind alle Systeme, für die wir die Verantwortung übernommen haben; die übrigen in unserer Betreuung haben wir selbst gebaut.
Ausfälle beim morgendlichen Newsflash, seit wir den Betrieb verantworten
Technisch so unabhängig wie redaktionell: Hosting, Mail und Code liegen heute in eigenen Accounts der Betreiberin.
Eine journalistische Abo-Plattform wollte redaktionell und technisch unabhängig werden. Wir haben die Infrastruktur in eigene Accounts der Betreiberin verlegt und den Betrieb stabilisiert: Der morgendliche Newsflash läuft nach Einführung einer Caching-Schicht ohne Serverausfälle, ein neues Medienkonzept reduziert den Speicherbedarf, und eine Kompatibilitätslösung sichert den Zugang bestehender App-Abonnenten — ohne den laufenden Abo-Betrieb zu gefährden.
Webentwickler, die die Schnittstelle neben ihrem Kerngeschäft absicherten — heute wieder frei für ihre eigentlichen Aufgaben
Als der interne Entwickler nicht mehr zur Verfügung stand, brauchte der Datenfluss zwischen ERP und Shops eine dauerhafte Zuständigkeit. Heute läuft er verlässlich weiter.
Als der interne Entwickler nicht mehr zur Verfügung stand, hielten zwei Webentwickler die geschäftskritische Schnittstelle zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben am Laufen — eine Überbrückung, die dem Unternehmen Zeit für eine dauerhafte Lösung verschaffte. Wir haben die verteilte Anwendung und Infrastruktur erschlossen, drei Repositories in ein dockerisiertes Monorepo überführt, eine unabhängige Abnahmeumgebung geschaffen und die Verantwortung für den laufenden Entwicklungsprozess übernommen. Heute ist die Anwendung stabil, wird regelmäßig sicherheitsseitig aktualisiert und lässt sich verlässlich weiterentwickeln — und das interne Team konzentriert sich wieder auf sein Kerngeschäft.
der Bestandskunden sind geblieben, seit wir die Plattform führen
In diesem Sonderfall tragen wir nicht nur die Verantwortung, sondern haben die Plattform auch gekauft: Sie stand vor der Abwicklung, wir führen sie samt Kundenbasis weiter.
Als der bisherige Entwickler keinen Nachfolger fand, stand die Abwicklung bevor. Wir haben Stattbuchung.de samt Rechten und Kundenbasis gekauft und führen die Plattform technisch und wirtschaftlich weiter. Aus einer Java-Anwendung ohne lokales Setup oder automatisiertes Deployment wurde ein modernisierbares Produkt: Rund 80 Prozent der Kerndomänen sind refaktoriert, etwa 20 Releases ausgeliefert — und die Roadmap entsteht gemeinsam mit den bestehenden Kunden. Der Kauf war hier der einzige Weg, die Plattform zu retten: Im Normalfall übernehmen wir die Verantwortung, nicht das Eigentum.
Entwicklungsstand, als wir einstiegen — von uns produktiv gebracht
Kurz vor dem Go-live fehlte die technische Kapazität. Wir übernahmen die Verantwortung für das Projekt und brachten die App produktiv.
Eine Agentur hatte für einen B2B-Versandhandel eine mobile Bestell-App entwickelt, doch zur Fertigstellung fehlte die Kapazität. Wir übernahmen die Verantwortung für die technische Leitung und brachten die React-Native-App in den Live-Betrieb. Heute erfassen Kunden des Händlers wiederkehrend benötigte Artikel direkt am Lagerplatz per Barcode-Scan — über Spezialgerät oder Smartphone-Kamera — und bestellen sie in einem Schritt nach. Inzwischen arbeiten wir direkt mit dem Endkunden an der kontinuierlichen Weiterentwicklung.
Der Weg und was er kostet
Der Zustandsbericht ist der erste bezahlte Schritt; das Ergebnis gehört dir, egal wie du dich entscheidest.
Welches Paket passt, hängt vor allem an einer Frage: Wie schlimm wäre ein Fehler nach einer Änderung? Je mehr davon abhängt, desto mehr prüfen wir automatisch, bevor etwas live geht — daran unterscheiden sich die Pakete.
Für überschaubare Systeme, die sich selten ändern
Für Systeme, die regelmäßig verändert werden und bei denen ein Fehler spürbar wäre
Alles aus BASIS +
Für zentrale Abläufe, bei denen ein Fehler beim Release sofort das Tagesgeschäft trifft
Alles aus SOLIDE +
Der konkrete Preis hängt von deiner Anwendung ab — Größe, Stack, Kritikalität, Compliance, Infrastruktur-Verantwortung. Er wird im Zustandsbericht hergeleitet und gilt dann fest. Alle Preise netto.
Im Retainer halten wir das System technisch zuverlässig und zukunftsfähig: Updates, Sicherheit, Monitoring, Deployments und vereinbarte Modernisierung bestehender Technik. Wenn das System fachlich etwas Neues können soll — einen zusätzlichen Ablauf, eine neue Maske, eine weitere Schnittstelle —, planen wir das gemeinsam, und du beauftragst es separat (90 € pro Stunde).
Die Reaktionszeiten gelten werktags; erweiterte Bereitschaft vereinbaren wir separat.
Bevor du fragst
Nein — das ist der Normalfall. Undokumentierter, gewachsener Code ist genau der Grund, warum uns jemand ruft. Entscheidend ist etwas anderes: Der Quellcode muss vorhanden oder beschaffbar sein. Ohne Code gibt es nichts, wofür wir die Verantwortung übernehmen könnten — alles andere wäre eine Scheinlösung.
Dann sagen wir es. Du bekommst die schriftliche Bestandsaufnahme trotzdem — sie gehört dir, mit oder ohne Folgeauftrag — und dazu eine ehrliche Alternative: geordneter Neubau, Wechsel auf Standardsoftware oder kontrollierte Abschaltung. Ein Angebot, das wir nicht verantworten können, machen wir nicht.
Uns gibt es als GmbH seit 2022, und die Systeme in unserer Betreuung begleiten wir teils seit Jahren. Wir sind fünf Personen — und weil wir genau dieses Problem für andere lösen, bauen wir die Betreuung so, dass sie nicht an einem Kopf hängt. Zugänge und Code liegen ab der Sicherung auf deinen Accounts, Architektur, Deployments und Notfallabläufe sind ab der Stabilisierung dokumentiert. Falls das Wissen bei dir bisher in einem Kopf lag, wirken wir dem damit systematisch entgegen. Das gilt auch gegen uns: Ein Wechsel, intern oder zu einem anderen Dienstleister, beginnt bei einem dokumentierten Stand statt bei einer Blackbox.
Für das, was wir ändern und betreiben, stehen wir gerade; abgesichert sind wir über eine IT-Haftpflicht. Zugesagt wird die Reaktionszeit — qualifizierte Rückmeldung und Beginn der Bearbeitung —, nicht die Lösungszeit: Wie lange eine Störung dauert, hängt von ihrer Ursache ab, und alles andere wäre ein Versprechen, das niemand halten kann.
Der Betriebsvertrag läuft zwölf Monate. Der Ausstieg ist trotzdem kein Kraftakt: Zugänge, Code und Dokumentation liegen ab der Sicherung in deinem Unternehmen. So beginnt jeder Wechsel bei einem dokumentierten Stand.
Fachliche Weiterentwicklung wird separat beauftragt, zu 90 € pro Stunde. Was im Retainer steckt — Betrieb, Updates, Monitoring, Sicherheit, laufende Modernisierung —, kostet nicht extra. Was als Nächstes kommt, legen wir gemeinsam in einer Roadmap fest; beauftragt wird dann je Vorhaben.
Ja, das ist die Sicherung. Wir inventarisieren, was existiert, und holen es auf deine Accounts. Voraussetzung ist nur, dass es einen Weg zu den Zugängen gibt — notfalls über deinen Anwalt gegenüber dem alten Dienstleister. Gegen eine Gegenseite, die dauerhaft mauert und rechtlich nicht greifbar ist, kommen auch wir nicht an; das benennt der Zustandsbericht offen.
Dann bauen wir es. Für Systeme in unserer Verantwortung gehört das zur Zusammenarbeit und wird wie jede fachliche Weiterentwicklung einzeln beauftragt; wenn ein Vorhaben größer ist als eine Weiterentwicklung, weil Anbinden und Anpassen nicht reichen, läuft es als Systementwicklung — eines unserer anderen Angebote. Was wir nicht machen: Neubau ohne Bezug zu bestehenden Systemen und Abläufen.
Systementwicklung ansehen ›Nicht sofort in die laufende Betreuung — erst muss geklärt sein, ob die Lösung dem Betrieb überhaupt standhält: Zugänge, Rechte, Sicherungen, Nachvollziehbarkeit. Genau das ist unser Angebot Systemreife; der Einstieg ist dann nicht der Zustandsbericht, sondern der Betriebsfahrplan: eine Bewertung, was die Lösung für den Betrieb noch braucht und in welcher Reihenfolge. Danach kann sie in die Systemverantwortung übergehen wie jedes andere System.
Systemreife ansehen ›Ja, standardmäßig — Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, inklusive der technischen und organisatorischen Maßnahmen. Wenn dein Haus eigene Vorgaben mitbringt (Lieferantenprüfung, Compliance-Fragebögen, regulatorische Anforderungen wie DORA), arbeiten wir sie ein.
Nein. Wenn dein Hosting trägt, bleibt es. Wir migrieren nur, wenn der Zustandsbericht einen konkreten Grund findet — Sicherheit, Stabilität, Kosten —, und auch dann auf Accounts, die dir gehören.
Ja. Es muss nicht erst niemand mehr da sein. Wir arbeiten mit einem bestehenden Team zusammen oder übernehmen die Verantwortung geordnet aus einer laufenden Betreuung — solange klar ist, wer am Ende verantwortlich ist. Geteilte Verantwortung funktioniert im Störfall nicht.
Ja — und wir wollen dabei nicht das ausgelagerte KI-Team deines Unternehmens sein. Wissen und Lernkurve gehören ins eigene Haus. Wir übernehmen die Verantwortung für die Bestandssysteme, die dieselben Köpfe binden: Betrieb, Störungen, Updates, Sicherheit. Damit entsteht intern planbare Kapazität, ohne dass das Tagesgeschäft ins Rutschen kommt.
In 30 Minuten klären wir, woran die Betreuung heute hängt und ob ein Zustandsbericht der richtige nächste Schritt ist. Das Gespräch kostet dich nichts außer der halben Stunde.

Sascha Stelten
Geschäftsführer
Das Kennenlernen führe ich selbst.
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